Kategorie: Typ 2 Diabetes
Adiponectin: Körpereigenes Protein schützt vor Diabetes
By admin on Aug 15, 2008 | In Typ 2 Diabetes | 1 Feedback »
Adiponectin - ein neu entdecktes Protein des Fettgewebes kann möglicherweise das Risiko einer Diabetes-Erkrankung senken.
Wissenschaftler des Deutschen Instituts für Ernährungsforschung haben herausgefunden, dass hohe Werte des in den Fettzellen produzierten Adiponectins ein niedrigeres Diabetes-Risiko bedeuten. Das Protein hemmt Entzündungen und reagiert empfindlich auf Insulin. Das für seine Produktion verantwortliche Gen befindet sich auf einem Chromosom, das mit der Entstehung des Diabetes mellitus Typ 2 in Zusammenhang gebracht wird. In Zukunft könnte das Risiko eines Diabetes durch die Messung des Adiponectinspiegels - zusätzlich zu bekannten Faktoren wie Übergewicht, Fehlernährung und Bewegungsmangel - genauer beurteilt werden.
Hoffnung auf neue Diabetes-Mittel
By admin on Jul 15, 2008 | In Typ 2 Diabetes | 1 Feedback »
An neuen Behandlungsformen für Diabetes wird zur Zeit intensiv gearbeitet.
Auf ein völlig neuartiges Prinzip setzen Wissenschaftler wie Professor Dr. Burkhard Göke aus München: Neben Insulin steuert unter anderem auch das Hormon GLP-1 die Regulation des Blutzuckers. Es wird nach der Nahrungsaufnahme im Dünndarm gebildet und sorgt dafür, dass die Bauchspeicheldrüse Insulin abgibt, um den Zucker aus der Nahrung in die Körperzellen zu lotsen. Bislang suchen die Forscher noch nach Substanzen, die den Abbau des kurzlebigen GLP-1 verlangsamen und damit dessen Wirkung verlängern, sowie nach Stoffen, die ähnlich wirken wie GLP-1, sich aber als Tablette verabreichen lassen – was mit GLP-1 selbst nicht möglich ist.
Einen weiteren Schwerpunkt bildet die Weiterentwicklung bewährter Arzneimittel, zum Beispiel aus der Gruppe der Glitazone. Diese Substanzen machen die Körperzellen empfindlicher für Insulin und erleichtern damit die beim Typ-2-Diabetiker erschwerte Aufnahme von Zucker. Der neue Wirkstoff Tesaglitazar wirkt laut Privatdozent Dr. Stephan Matthaei, Tübingen, sieben- bis achtfach stärker als das bereits im Einsatz befindliche Rosiglitazon. In weiteren Studien prüfen Wissenschaftler nun, ob sich diese viel versprechenden Resultate auch beim Menschen ohne großes Nebenwirkungsrisiko erzielen lassen.
Diabetiker: Was bei Tabletten zu beachten ist
By admin on Jul 15, 2008 | In Typ 2 Diabetes | Sende Feedback »
Heutzutage haben Ärzte eine deutlich größere Auswahl bei der Behandlung von Diabetikern als noch vor wenigen Jahren. Mit dem Angebot an Medikamenten wurde auch das Spektrum an Nebenwirkungen größer.
So können manche Arzneistoffe zu der gefürchteten Unterzuckerung führen, bei anderen ist dies praktisch ausgeschlossen oder selten. Eine harmlose aber für den Anwender sehr unangenehme Nebenwirkung bei einigen
Medikamenten: starke Blähungen. Mit dem Arzt sollte in solchen Fällen eine "einschleichende" Dosierung abgesprochen werden.
Überdies gibt es eine lange Liste von Wechselwirkungen zwischen anderen Arzneimitteln und Diabetes-Medikamenten. Deshalb: Grundsätzlich auch bei der Einnahme vermeintlich harmloser und ohne Rezept verkaufter Medikamente in der Apotheke fragen, wie es um den Zusammenhang mit den Diabetes-Mitteln steht. Apotheker kennen die Problematik und verfügen über entsprechende Nachschlagewerke.
Grundsätzlich gilt für Arzneimittel: Trocken und bei Zimmertemperatur aufbewahren, auch auf Reisen. Immer genau so nehmen, wie Arzt oder Apotheker gesagt haben. Bei Arzneimitteln spielen die Tageszeit und der Abstand zur Mahlzeit oft eine entscheidende Rolle. Nicht mit Alkohol zusammen einnehmen. Vor Reisen rechtzeitig Nachschub besorgen, denn im Ausland kann es mit der Besorgung schwierig werden.
Immer mehr Kinder haben "Altersdiabetes"
By admin on Jul 15, 2008 | In Typ 2 Diabetes | Sende Feedback »
Immer mehr Kinder bekommen Typ-2-Diabetes, die Diabetes-Form, die noch vor wenigen Jahren ausschließlich bei älteren Menschen auftrat.
Bereits zwei Stückchen Schokolade täglich über den eigentlichen Kalorienbedarf hinaus gegessen, reichen bei einem achtjährigen Kind, um 2,5 Kilogramm pro Jahr an Gewicht zuzulegen. Meist steigt das Gewicht überernährter Kinder gar weitaus drastischer an. Experten wie Professor Dr. Sonia Caprio, Yale Universität, USA, prophezeiten auf der diesjährigen Jahrestagung der Deutschen Diabetes Gesellschaft in Bremen über die Folgen solch frühen Übergewichtes: Von 167 untersuchten, übergewichtigen Kindern und Jugendlichen hatten bereits vier Prozent einen Typ-2-Diabetes - ohne dass die Betroffenen oder deren Eltern etwas davon geahnt hatten. Ein Viertel der Kinder zwischen vier und zehn Jahren wiesen eine Vorstufe des Typ-2-Diabetes auf, die so genannte gestörte Glukosetoleranz.
Was bringen die Ergebnisse mit sich? Den oft auch unter zu hohen Blutfettwerten leidenden Kindern drohen bereits in jungen Jahren die Folgen eines nicht erkannten oder eines schlecht eingestellten Diabetes, wie zum Beispiel Nierenversagen oder Herzinfarkt.
Was hilft? Kinder nicht mästen, denn was einmal an Fett da ist, verschwindet selten wieder, sondern dringend auf eine in der Kalorienzufuhr dem Alter entsprechende vollwertige Ernährung achten. Und darauf, dass Kinder sich bewegen, anstatt ihre Freizeit vor Fernseher und Computer zu fristen.
Insulin macht nicht abhängig!
By admin on Jul 15, 2008 | In Typ 2 Diabetes | Sende Feedback »
Allein mit Tabletten und vernünftiger Ernährung gute Blutzuckerwerte - das gelingt längst nicht allen Diabetikern. Eine Alternative stellt die Kombination aus Tabletten mit einem etwa 24 Stunden lang wirksamen Insulin dar.
Viele Diabetiker fürchten sich zunächst davor, Insulin zu spritzen, sie haben Sorge, davon abhängig zu werden. Ein unbegründeter Gedanke, denn bei Insulin handelt es sich um ein körpereigenes Hormon, an dem es Diabetikern mangelt und das deshalb oft von außen zugeführt werden muss. Die Gefahr für eine Abhängigkeit besteht hier nicht. Der Diabetes ist auch nicht etwa schlimmer, weil man nun Insulin braucht. Im Gegenteil: Weit mehr schadet es dem Körper, wenn der Blutzucker aus Angst vor der Spritze dauerhaft zu hoch bleibt. Die abendliche Gabe eines etwa 24 Stunden lang wirksamen Insulins mit einem sehr gleichmäßigen Wirkungsverlauf versorgt die Körperzellen mit dem so genannten Basalbedarf, also der Insulinmenge, die der Körper unabhängig von den Mahlzeiten braucht. Durch die Kombination mit den Blutzucker-senkenden Tabletten verringert sich auch die Gefahr für hohe Blutzuckerwerte nach einer Mahlzeit. Gerade diese Spitzen nach dem Essen stehen im Verdacht, die Entwicklung von Folgeschäden des Diabetes, wie etwa Herz-Kreislauf-Erkrankungen, zu fördern.