Kategorie: Typ 1 Diabetes
Kranke Diabetiker-Nieren können sich erholen
By admin on Aug 15, 2008 | In Typ 1 Diabetes | Sende Feedback »
Die bei Diabetikern häufige Nierenschwäche kann sich wieder erholen. Der beginnende Nierenschaden zeigt sich durch Ausscheidungen des Eiweißes Albumin mit dem Urin. Lesen Sie hier nun von Studien, in denen die Albumin-Durchlässigkeit der Nieren bei betroffenen Typ-1-Diabetikern wieder zurück ging.
Noch ließen sich aus den Ergebnissen keine allgemeinen Empfehlungen ableiten, ebenso wenig sind sie auf Typ-2-Diabetiker übertragbar. Fest steht: Die besten Chancen, das Ausmaß des Nierenschadens zu verringern, hatten Diabetiker, deren Blutwerte vergleichbar mit Gesunden wie folgt waren:
1. der HbA1c-Wert unter acht Prozent,
2. die Cholesterinwerte unter 198 mg/dl,
3. die Triglyzeridwerte unter 145 mg/dl und
4. der obere Blutdruck unter 115 mmHg.
Mediziner fordern wegen der Gefahr für das Herz-Kreislauf-System heute allgemein einen HbA1c-Wert unter sieben, besser unter 6,5 Prozent.
Mit nur einem Piks fast 300-mal den Blutzucker messen
By admin on Jul 15, 2008 | In Typ 1 Diabetes | Sende Feedback »
Den Blutzucker kontinuierlich messen können, würde Diabetikern den
Alltag mit der Krankheit enorm erleichtern. In vielen Diabeteszentren
Deutschlands arbeitet man bereits mit einem Gerät, das pro Tag knapp
300 Messungen liefert - mit nur einem Piks zu Beginn.
Das Kontinuierliche-Glukose-Mess-System, CGMS, findet derzeit vor allem
Verwendung bei Diabetikern, deren Blutzucker ohne erkennbaren Grund
stark schwankt, solchen, die häufig stark unterzuckern oder denen es
nicht gelingt, einen guten Blutzucker-Langzeitwert (HbA1c, möglichst
unter 6,5) zu erzielen, sowie bei Menschen mit einem neu entdeckten
Typ-2-Diabetes. Drei Tage lang tragen Patienten das Gerät unter
Alltagsbedingungen, anschließend kann der Arzt die Messungen auswerten.
Um auch die Menge der gegessenen Kohlenhydrate, Sport, einen Infekt und
weitere Faktoren, die den Blutzucker außer der Reihe beeinflussen
können, zu berücksichtigen, wird der Patient angehalten, darüber ein
Protokoll zu führen. Aus knapp 300 Einzelwerten lassen sich für den
weiteren Therapieverlauf deutlich klarere Schlüsse ziehen, als aus
sonst üblichen acht Messungen im Rahmen eines Blutzucker-Tagesprofils.
Der Messfühler liegt je nach Gerät entweder unter der Haut oder
außerhalb. In jedem Fall braucht es einen Nadelpiks bis in die
Flüssigkeit zwischen den Zellen, deren Zuckergehalt mit dem des Blutes
weitgehend übereinstimmt.
Pumpe kann das Leben erleichtern
By admin on Jul 14, 2008 | In Typ 1 Diabetes | Sende Feedback »
Etwa 25 000 Typ-1-Diabetiker, also meist Menschen, die ihren Diabetes in jungen Jahren bekommen haben, tragen eine Insulinpumpe. Ein Präzisionsgerät, das die Bauchspeicheldrüse zwar nicht ersetzen, die Therapie aber erleichtern kann.
Studien haben gezeigt, dass Pumpenträger bessere Langzeit-Blutzuckerwerte und weniger Unterzuckerungen haben. Speziell auch bei Menschen mit unregelmäßigen Arbeitszeiten lässt sich per Pumpe der Blutzuckerverlauf stabilisieren - ein entscheidender Faktor für seelisches und körperliches Wohlbefinden.
Eine Insulinpumpe ist bestückt mit einer Insulinpatrone, die dem Körper über einen feinen Schlauch kontinuierlich Insulin zuführt - die so genannte Basalrate, die den Blutzucker zwischen den Mahlzeiten und nachts konstant hält. Daneben kann der Diabetiker wie in einen Computer eingeben, welche Insulindosis er jeweils zu einer Mahlzeit zusätzlich braucht.
In ihrer Funktion als Minicomputer kann man der Pumpe auch mitteilen, wenn sie die Basaldosis herunterfahren - zum Sport nötig - oder herauffahren soll - etwa bei einem Infekt.
Nachteil des kleinen Geräts: Es begleitet den Diabetiker Tag und Nacht, in jeder Lebenssituation. Nur kurze Pumpenpausen, zum Beispiel zum Duschen oder Schwimmen, sind möglich.
Immunattacke gefährdet Organe
By admin on Jul 14, 2008 | In Typ 1 Diabetes | Sende Feedback »
Typ-1-Diabetiker entwickeln häufiger als gesunde Menschen weitere Erkrankungen, die auf einer fehlgeleiteten Immunabwehr beruhen.
Man geht heute davon aus, dass körpereigene Immunfaktoren den Typ-1-Diabetes verursachen, indem sie die Insulin-produzierenden Zellen der Bauchspeicheldrüse attackieren. Bei jedem vierten Typ-1-Diabetiker richtet sich der Angriff auf das Selbst zusätzlich auf Strukturen der Schilddrüse, ein Risiko besteht daneben für Nebennieren, Darm und Blutsystem.
Die Schilddrüse reagiert mit einer Unter- oder Überproduktion der Schilddrüsenhormone T3 und T4. Bei einem Mangel legt man an Gewicht zu, fühlt sich müde, der Antrieb fehlt und die Verdauung streikt. Nervosität, Gewichtsverlust und Durchfall kennzeichnen dagegen einen Hormonüberschuss. Beide Zustände bringen den Blutzucker aus dem Gleichgewicht. Was auch gilt, wenn die Nebenniere nicht mehr gut arbeitet, die Darmfunktion gestört ist oder Veränderungen im Blut auftreten.
Da weitere Autoimmun-Erkrankungen bei Erstdiagnose eines Typ-1-Diabetes nicht immer abgeklärt werden, liegt es in der Verantwortung der Betroffenen, ihrem Arzt sofort zu berichten, wenn sich etwas an ihrem Befinden scheinbar grundlos verändert, inklusive unerklärlicher Blutzucker-Schwankungen.