"Sprich anständig!" "Stottere nicht rum!"
By admin on Aug 15, 2008 | In Gesundheit | Sende Feedback »
Besorgt beobachten Fachleute seit einigen Jahren eine deutliche Zunahme der Sprachstörungen bei Kindern. Jedes fünfte deutsche Kind im Alter von vier Jahren zeigt Defizite bei der Sprachentwicklung. Sie stottern, stammeln oder lispeln. Sie verdrehen Sätze, haben Schwierigkeiten beim Satzbau, und der Wortschatz scheint sich nicht zu erhöhen. Kinderärzte können klären, ob es sich nur um eine Verzögerung handelt oder ob die
Sprachentwicklung tatsächlich gestört und eine sprachtherapeutische
Behandlung erforderlich ist.
Richtiges Sprechen muss wie viele andere Fähigkeiten im Kindesalter erlernt werden. Auch hier gilt das Sprichwort: "Übung
macht den Meister". Ein Kind lernt schneller richtig zu sprechen,
wenn es viel Gelegenheit bekommt, seine Sprache zu üben. Wenn Eltern deutlich, in klaren kurzen Sätzen mit ihrem Kind reden, legen sie wichtige Grundsteine für die spätere Sprachentwicklung. Fehlen diese, zum Beispiel, weil das Kind schlecht hört, können Sprachstörungen entstehen. Zudem müssen Eltern die Voraussetzungen für die ungestörte Entwicklung der Mundmotorik schaffen. Alles was die Kau- und Zungenbewegung ermöglicht, fördert die Motorik. Saugerflaschen und Schnuller sollten deshalb ab einem Alter von zweieinhalb Jahren nicht mehr benutzt werden. Wichtig ist auch die Auswahl der Speisen. Kinder brauchen Nahrungsmittel mit Kauwiderstand. Mit Hamburger oder Kartoffelbrei wird die Kaubewegung nicht trainiert. Das kann Artikulationsstörungen zur Folge haben.
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