Fasten: Energiekick statt Hungerkur
By admin on Aug 15, 2008 | In Ernährung und Abnehmen | Sende Feedback »
Mit dem Aschermittwoch ist auch wieder für viele die Fastenzeit gekommen. Wer Körper und Seele Gutes tun will, tritt jetzt etwas kürzer. Doch Achtung! Ärzte und Ernährungswissenschaftler warnen vor verkehrtem und damit ungesundem Ehrgeiz.
Wer mit unkontrolliertem Fasten oder einer Nulldiät gegen Katerstimmung und Jeckenspeck angeht, riskiert gesundheitliche Beschwerden, da der Körper Energiereserven auch aus dem Muskeleiweiß von Organen bezieht. Gar nicht oder nur unter intensiver ärztlicher Betreuung fasten sollten Menschen, die an schweren akuten oder chronischen Erkrankungen leiden, dauerhaft Medikamente einnehmen müssen, an Esssucht, Magersucht oder Bulimie leiden, unter großem Stress stehen oder an Depressionen oder psychischer Labilität leiden. Kinder, die sich im Wachstum befinden, sowie schwangere und stillende Frauen sollten regelmäßig und ausgewogen essen. Auch gesunde Erstfaster sollten ihren Arzt von ihrer Absicht informieren und gegebenenfalls einen Check-up machen lassen. Blutdruck,
Kalium- und Magnesium-Werte und die Harnstoffkonzentration im Blut sollten vom Arzt vor dem Fasten überprüft werden.
Natürlich verliert man bei einer Fastenwoche auch Gewicht. Wer aber nach den Aufbautagen weiterschlemmt wie zuvor, der hat die Pfunde auch schnell wieder drauf. Die Idee beim Fasten ist, Gifte und Schlacken, die sich im Körper angereichert haben (nicht zuletzt durch unvernünftige Ernährung), loszuwerden und damit Erkrankungen vorzubeugen sowie das Wohlbefinden zu steigern. Außerdem hilft die Erfahrung, auf liebgewonnene Genüsse verzichten zu können, hinterher bewusster zu essen. Das funktioniert, weil Fasten eben nicht "Hungern" ist.
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